Technologiegründerfonds Sachsen investiert in die UroTec GmbH, ein Spin-off der TU Dresden
Dresdner Universitäts Journal
20. Jahrgang • Nr. 13
21. Juli 2009
Die UroTec GmbH hat Anfang dieses Jahres eine Risikokapitalfinanzierung des Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) erhalten. Das hier in Dresden ansässige Unternehmen entwickelt funktionalen Gewebeersatz auf Basis körpereigener Zellen zur Rekonstruktion der unteren Harnorgane. Anwendungsgebiet sind schwere Erkrankungen des Harntraktes, bei denen der Patient dringend auf Ersatzgewebe angewiesen ist.
Eine Ausgründung aus dem Universitätsumfeld stellt immer eine Herausforderung dar. Dass dies auch bei der UroTec der Fall war, bestätigt Frau Dr. med. Gouya Ram-Liebig, die zusammen mit ihrem Ehemann Sören Liebig die Geschäftsführung innehat: "Erfindungen und Innovationen in ein wirtschaftlich schlüssiges Geschäftsmodell umzusetzen war für mich als Wissenschaftlerin an der Uniklinik schon eine Herausforderung. Wir konnten jedoch unser Konzept immer wieder weiterentwickeln und schließlich zwei Investoren gewinnen, die uns nun bei der erfolgreichenEntwicklung des Unternehmens unterstützen."
Das Unternehmen UroTec, welches im Jahr 2007 im futureSAX als Sieger in der Branchengruppe Biotechnologie hervorging, hat bereits im Jahr 2008 vom High-Tech Gründerfonds aus Bonn finanzielle Unterstützung erhalten. Mit dem aktuellen Investment des TGFS soll nun die Markteinführung und Weiterentwicklung des ersten patienteneigenen Gewebetransplantats zur Harnröhrenrekonstruktion, wofür bereits eine deutsche Herstellungserlaubnis besteht, finanziert werden. "Der klare Nutzen für die Patienten und die Begeisterung von etablierten Urologen für das Produkt haben uns überzeugt, das Wachstum der UroTec GmbH mit Mitteln des TGFS zu finanzieren", so Thomas Schäfer, Investmentmanager bei SIB Innovations und Beteiligungsgesellschaft in Dresden für den TGFS. Wir sind gerade dabei, nach diesem Muster weitere Erfolgsgeschichten mit Kapital aus dem TGFS zu formen. Das Potential der TU Dresden und der Dresdner Forschungsinstitute ist aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft, und wir möchten alle Innovatoren zum Schritt in das Unternehmertum ermuntern!"

